Positionierung

23. August 2007 von Kai Falkenberg

Jeder, der Produkte oder Dienstleistungen vermarktet, hat vermutlich schon mal davon gehört. Es ginge bei der Menge des heutigen Überflusses der auf dem Spielfeld mit spielenden Mitspieler, die viele als Gegenspieler empfinden dürften, vor allem darum, sich als besonders einzigartig darzustellen.

USP oder Alleinstellungsmerkmal, EKS nach Professor Mewes oder Engpass konzentrierte Strategie, man muss „sexy“ sein oder sich „magnetisch“ machen, jeder braucht seinen persönlichen Elevator Pitch, also die „geile Selbstdarstellung vom EG in den III. Stock“ oder seine individuelle „selling story“, also die Geschichte hinter dem Produkt.

Vergessen wir das alles kurz? Geht das? O.k.

Wenn wir den ganzen Schamott mal beiseite – besser hinter uns – gelassen haben, fangen wir mal an selber zu denken. Ich weiß, das sind die Wenigsten noch gewohnt. Es ist doch viel leichter, irgendwelchen Schmonz nach zu plappern.

Wenn jemand anfängt: „Also, ich als Arzt, Architekt oder Apotheker…“ und dann folgt irgendein angelesenes Geschwafel, das meine ich. Ich möchte den Menschen hören, nicht das, was er vor über 20 Jahren aus Büchern auswendig gelernt hat.

Also, wir denken jetzt mal selber.

Warum tun sich so viele Leute so schwer mit der Positionierung? Weil „sich Positionieren“ auch bedeutet, alle auszuschließen, die nicht auf der eigenen Position liegen. Deswegen geben Politiker im Normalfall lediglich ganze Passagen aus ihren Parteiprogrammen wieder, die bereits mehrfach weichgespült wurden. Wer Mehrheiten sucht, kann sich schlecht „sexy“ machen.

Wenn wir selber denken, sehen wir auch, dass es für den 8.150 Webdesigner in München zunehmend schwieriger wird, ein Alleinstellungsmerkmal zu finden.

Deshalb mein Tipp: Vergesst das alles. Macht das, was ihr machen wollt. Das, was ihr gut könnt. Das, was euch Freude macht – und dann seid einfach so, wie ihr seid. Egal, was jemand über euch sagt, denkt oder schreibt. Eure einzige Benchmark seid ihr selbst. In eurem Tun. Dass ihr dabei selbstverständlich wesentlich mehr Neinsager als Jasager einsammelt, sei euch Lohn und Ansporn.

Zeigt das doch, dass euer Weg der Richtige ist: Der, der Herz hat und der, der letztlich ein solch starkes Alleinstellungsmerkmal sein wird, dass ihr so sexy und magnetisch seid, wie ihr es nie gedacht hättet.

Und wenn nicht? Dann, habt ihr wenigstens eine Menge Spaß und könnt jederzeit in den Spiegel blicken.

20 Reaktionen zu “Positionierung”

  1. Margit Picher

    lieber kai!

    interessantes menschenbild davon auszugehen, dass es die wenigsten gewohnt sind selber zu denken. ;-)
    ich werde mal darüber nachdenken….
    und zwar selber! *lach*

  2. Christof Hintze

    Ich mach mit

  3. Heide Liebmann

    Torsten spricht mir aus der Seele! Positionierung in Bausch und Bogen zu verdammen, halte ich auch für Unsinn. Im Gegenteil, gerade wenn man mit Herz und Leidenschaft bei der Sache ist, kann das Teil einer erfolgreichen Positionierungsstrategie sein: Wenn man nämlich seine Persönlichkeit (bei mir heißt das “Nasenfaktor”) mitvermarktet. Nicht, weil “man” das so macht, sondern weil das eine ganz organische Sache ist.

  4. Elke

    Für mich haben beide recht, Kai sowie auch Thorsten. Für mich schließt sich es sich nicht aus, daß ich “meinen eigenen Weg gehe” und mich auch “positioniere”.
    Wichtig ist erstmal, authentisch zu sein, nicht nur nachzuplappern, sondern sich eine eigene Meinung zu bilden. Selber (nach)zudenken – darüber, was man kann und vor allem auch will. Dann kann ich mich auch am Markt präsentieren, als authentische “Marke”. Dies ist einfacher, wenn ich mich spezialisiere in einem Bereich, den ich gut kann und der mir Spaß macht. Schwierig ist es für die Generalisten sich zu positionieren, die bereichsübergreifenden Quer- und Mitdenker. Wie können diese ihre Kompetenzen am Markt anbieten? Können sie nur über Authentizität sexy und magnetisch werden?

    Liebe Grüße
    Elke

  5. Marcus

    Positionierung… mmmmhhhh – klingt erst mal richtig. Klar, wer sich spezialisiert sticht aus der Masse hervor.
    Und jetzt das große ABER: Wer sich spezialisiert erhöht auch das Risiko überproportional. Dem Webmaster für Immobilienmakler bricht es das Genick, wenn der Gesetzgeber ein Werbeverbot für Immobilienmakler erlässt (bisschen an den Haaren herbeigezogen, aber hoffentlich nachvollziehbar). Der Webmaster mit dem Bauchladen, wird eine solche Krise viel unbeschadeter überstehen.

    Deshalb: Positionierung bedeutet eben nicht unternehmensstrategische Spezialisierung, sondern das zu tun, was man am besten kann und tun möchte. Und das dann aus vollem Herzen.

    Ein kanadischer Forscher (Name ist mir leider entfallen ) hat vor kurzem die ganzen Theorien der USP-Päpste widerlegt. Deren statistische Betrachtungen beschränkten sich immer auf die Unternehmen, die perfekt positioniert zum Markt-, Branchen- oder Was-weiß-ich-Führer geworden sind. Fehler in dieser Betrachtungsweise: Alle die Unternehmen, die wegen eines solchen Positionierungsweges pleite gegangen sind, tauchen in deren Theorien einfach nicht auf. Der kanadische Forscher hat nun in einer eigenen Studie festgestellt, daß ca. 2 Drittel der ‘perfekt’ positionierten Unternehmen am Ende der Studie vom Markt verschwunden waren…. Uuupsss…
    Das klingt ein bisschen nach Roulette: Alles auf Rot gesetzt bringt nicht soviel, wie alles auf Zero, aber das Risiko ist doch deutlich kleiner…

  6. Jutta

    Aber das, was ich am besten kann, ist mein Alleinstellungsmerkmal! Webdesign, und da hast du völlig Recht, ist ein derart übersättigter Markt, dass es schwer fällt sich noch von der Masse abzuheben und das auf einer Webseite auch so darzustellen, dass das auch so rüberkommt.

    Ich möchte Kunden, die den Wert eines Designs zu schätzen wissen und denen das wichtig ist. Andererseits fällt es natürlich immer schwerer immer noch mehr Elemente reinzupacken, die emotional ansprechen und Berührungspunkte beim Besucher finden. Das Ganze entwickelt sich so wie alles in der Geschichte. Die besten Sachen entstehen in der archaischen Phase, einfach und klar. Dann kommt die Weiterentwicklung und gelangt zu Blüte. Irgendwann wird der Zenit überschritten und ab da, wo alles bis zur maßlosen Übersättigung gesteigert wird, beginnt schon der Untergang. Nach dem Barock kam das Rokoko und danach konnte man die schwülstigen Formen nicht mehr sehen. Der harte Schnitt kam mit dem Klassizismus, der wieder eine, zwar nachgemachte, aber dennoch klare Linie brachte und damit den Wunsch nach Rückbesinnung auf das was wirklich wichtig ist. Alles oszilliert.
    Ich habe übrigens hierzu erst gestern einen Artikel in meinem Weblog verfasst:
    http://www.frische-zitronen.de.....-webseite/

    Ich denke, dass auch im Webdesign und in der Werbung allgemein der Zenit überschritten ist. Es wird immer schwieriger mit Speck Mäuse zu fangen. Allzu sehr auf Hochglanz polierte Angebote machen skeptisch. Schuld daran ist Werbung, die kaum noch eine Produktaussage trifft und Menschen nur noch emotional verführt statt zu überzeugen. Andererseits wissen wir, dass das so eine Sache ist mit den logischen Entscheidungen und dem “freien Willen”.

    Ein starker Abgrund und Widerspruch tut sich beim Webdesign aber auch durch die Zwänge des Internets auf. Webdesign kostet Geld weil die Erstellung zeitintensiv ist. Jemand, der dieses Geld investiert möchte, unternehmerisch und gewinnorientiert denkend, natürlich auch einen Nutzen davon haben. Viele sehen in eine Webseite daher eine Investition, die sich lohnen soll. Absolut nachvollziehbar. Aber wenn sich diese Investition lohnen soll, scheint die Sonne an den vorderen Plätzen der Serps. Mach ordentliche Suchmaschienoptimierung und du wirst sehen, dass man nicht umhin kommt, die ausgelutschten Phrasen zu benutzen.

    Positionierung kann ein Weg aus der Misere sein. Profil schärfen, klar sagen was man kann, was man will, wer man ist, was man anbietet und was alles NICHT. Ich werde übrigens genau hierzu einen Nasenfaktor Kurs bei Heide Liebmann http://www.heide-liebmann.de/ belegen und bin schon jetzt gespannt wie ein Flitzebogen was dabei herauskommt.

  7. Dr. Nicole Klutky

    Jeder Mensch wird von ganz alleine und automatisch mit einem Alleinstellungsmerkmal geboren: seiner individuellen Persönlichkeit. Und ich sehe mit Freuden die Zeiten kommen, die dieses Alleinstellungsmerkmal zunehmend zu schätzen wissen. Es gibt keine zwei gleichen Menschen auf der Welt, auch nicht, wenn sie sich früher mal eine einzige Eizelle geteilt haben.

    Wir alle sind einzigartig. Machen wir das Beste draus ;-)

  8. Silvija Jakopič

    Hallo Frau Dr. Nicole Klutky

    Da bin ich ganz bei Ihnen.

    Wir sind alle Einzigartig, wir haben alle unsere individuelle Personlichkeit und was fur uns das Beste ist, konnen nur wir selber wissen und sonst niemand.

  9. Margit Picher

    albert einstein sagte: ” um ein tadelloses mitglied einer schafsherde zu sein , muss man vorallem ein schaf sein!” keine sorge: es ist etwas mehr beim selber nachdenken rausgekommen als dieses zitat. *lach*

    ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es gerade für sogenannte epus-einzelunternehmer/innen und kleine unternehmen von großer bedeutung ist sich spezialisiert zu positionieren und sich nicht zu sehr von ein paar wenigen großauftraggbern abhängig zu machen. ich glaube ohnehin dass die vernetzung und verstärkte kooperationen die zukunft ist! :-)

    ich bezeichne mich immer als “gut vernetzte einzelkämpferin” und wenn ich an meine anfänge zurückdenke und mir meine ersten flyer zu gemüte führe, bin ich schwerstens beeindruckt von dem “überdrüber- alleskönner-menschen”, den ich damals versucht habe darzustellen! *lach* gott sei dank bin ich eines besseren belehrt worden!
    es sind die existenzängste die uns glaubhaft machen lassen für alles zuständig sein zu müssen, damit uns kein/e kunde/in entgeht.

    mittlerweile weiss ich: umsomehr ich mich spezialisiere und zwar nicht immer im ständigen vergleich mit anderen, sondern die ureigene originalität zum ausdruck bringe , dass genau das erst alleinstellungsmerkmale sichtbar werden lässt.
    nichts destotrotz reicht es bei weitem nicht nicht aus ein original zu sein. es muss auch an den mann/die frau gebracht werden.
    aber es ist bereits die halbe miete! ;-)

  10. Silvija Jakopič

    Hallo Thorsten
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    Nachdem Einzigartigkeit etwas ist, das uns alle auszeichnet, ist es damit eine Eigenschaft, die uns alle gleich macht. Auf Einzigartigkeit allein kann man weder einen Businessplan, noch auch nur das kleinste Geschäft begründen.
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    Diese zwei Satze verstehe ich uberhaupt nicht.

    Wir haben nur die Eigenschaft gemeinsam, das jeder einzigartig ist. Das macht uns bestimmt nicht alle gleich.
    Jeder baut sein Geschaft einzigartig auf.

  11. Silvija Jakopič

    PS: Wieso steht auf Ihrer Website “Ihr Slowenien-Spezialist” und nicht “Wir sind hier alle einzigartig”?
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    Hallo Torsten

    Da verstehe ich Dich immer noch nicht. Gerade in Deiner Branche, sollte jeder seine Einzigartigkeit herausstellen.

    ZB. haben wir hier fur Logovorschlage fur unsere Eu Praesidentschaft gebeten. Wir haben viele Gute bekommen. Jeder Vorschlag war einzigartig von einzigartigen Personen.

    Dann zu Deinem PS. Ganz einfach, weil wir uns nicht plump wichtig machen wollen, es weis sowieso jeder Mensch, das jeder Mensch einzigartig ist.

  12. Jutta

    Wir haben alle Füsse, deswegen sind wir nicht alle gleich. Manche haben Käsefüße … *lol*

    Ok – jetzt mal im Ernst.

    Blue Ocean Strategie
    http://www.vi-network.de/idee.php
    “Erfolgreiche Unternehmen orientieren sich nicht am Wettbewerb, sondern suchen innovative Wege, Kunden einzigartige Nutzensteigerungen zu offerieren”

    LG Jutta

  13. Heide Liebmann

    Eine gute Positionierung zu erarbeiten bedeutet, einen Weg zu finden, seine einzigartige Persönlichkeit mit seiner professionellen Kompetenz in einer Weise zu “verheiraten”, dass man erstens selbst glücklich damit ist und zweitens die Bedürfnisse seiner Zielkunden erfüllt und das entsprechend kommunizieren kann. Mehr nicht :-) )).

  14. Andreas Storz

    Hallo Torsten ohne h ,

    mein fröhlicher Einspruch, auf der Einzigartigkeit lässt sich sehr wohl ein Businessplan aufstellen, ein Geschäft begründen. Nicht auf dem Begriff ” Einzigartigkeit” , jedoch auf der Sache “Einzigartigkeit”.

    Und der Weg dahin , zum Geschäft , ist so steinig , mitunter auch ” edelsteinig “. Da gibt es Konkurrenz , nein nicht schimpfen , im Sinne von concurrere , da gibt es Behörden , Steuereintreiber , Missgünstige Genossen . Und da gibt es eine Spezies, die unsere Einzigartigkeit erkennt , genannt werden diese KUNDEN. Wen also müssen die Einzigartigen lieben , wenn sie Spass und Erfolg ihr eigen nennen wollen ??

    Den KUNDEN , den Einzigartigkeits-Erkenner .

    Und mit Liebe nachhelfen ist in solchem Falle kein Verbrechen .

    Ein Liebe – Volles Wochenende wünscht Andreas Storz ( wegen Verwechslungsgefahr auch Luigi genannt )

  15. Hermann Camilli

    Hallo zusammen,

    Frau Dr. Nicole Klutky spricht mir aus der Seele. Solange Alleinstellungsmerkmal nur über das Produkt definiert werden ensteht zwangsläufig Austauschbarkeit. Erst dann wenn die Einzigartigkeiten der Persönlichkeiten wesentliches Ausdrucksmerkmal werden entstehen einzigartige Angebote. Natürlich muss die Qualität, die Kompetenz stimmen. Aber gehen wir mal davon aus, dass all diese Webdesigner in München ihr Handwerk verstehen, haben diese doch nur eine Chance. Ihre einzigartige Persönlichkeit in den Vordergrund der Kommunikation zu stellen. Also nicht das was ist entscheidend für Alleinstellung, das wie ist es. Und dann ist es wurscht ob Webseiten oder Schnürsenkel angeboten werden. Hauptsache man/frau hats so richtig drauf :-)

    nächtliche Grüße aus Stuttgart

    Hermann

  16. Holger Lang

    Ich finde, Andreas Storz (Hallo mein lieber Liugi!) hat das Thema wunderbar auf den Punkt gebracht.

    Herzliche Grüße
    Holger Lang

  17. andreas storz

    Businessplan ist fertig , liebe USP-Fans .

    Hermann hat es auf den Punkt gelenkt, das USP sollte die Persönlichkeit sein. Zwei Beispiele ,

    1. Ein Verkäufer für Dienstleistungen , top authentisch, der Mann , Produkt- oder Warengruppe ausgesucht. Planzahlen realistisch festgezurrt . Businessplan steht. Könnte ich in EXCEL fiktiv erstellen.

    2. Produktentwickler ( oder so ) , Produkt zur Marktreife entwickelt , Markt erforscht , Businessplan steht , auch hier kommt EXCEL zum Einsatz.

    Zwei Einzigartigkeiten aus der Persönlichkeit , zwei mögliche Business-Pläne .

    Für die Werber noch einen Ausfallschritt :

    USP Neukundengewinnung , durch Persönlichkeit und die kreativen Ideen geprägt , daraus kann ein Businessplan werden .

    Wieder hilft uns EXCEL. Bitte nicht denken , dass ich die Promotion für Billy machen möchte, ist nur ein einfaches Hilfsmittel, auf die Persönlichkeit kommt es an. Das schönste USP, das man erwerben oder entwickeln kann .

    Herzlichstes Carpe Diem

    Andreas

  18. Tobias Jobst

    Ich schließe mich Hermann, Nicole und auch Jutta gern an. In einem vollkommen übersättigten und vor allem optisch sinnüberreizten Markt hat nur eines noch Chancen: Persönlichkeit. Das klingt jetzt auch ausgelatscht, weil es doch hundertausend Persönlichkeitsbildungsseminare, -workshops, Trainer und Coaches gibt, die den Menschen zu genau diesem Punkt führen (wollen).

    Persönlichkeit ist aber weit mehr als das, ist mehr als über das Ego Bescheid zu wissen, genau so wenig wie Selbstbewusstsein identisch mit Durchsetzungskraft oder der Kenntnis eigener Stärken sein kann. Persönlichkeit ist Kompetenz in eigener Sache, und das heißt: Authentizität, Echtheit, Kenntnis des ICH in all seinen Facetten, Anziehungskraft und Attraktivität durch Bewusstheit.

    In einer Zeit, in der der so genannte Mensch zum Erfüllungsgehilfen und oftmals ein Schatten seiner selbst geworden ist, heißt Persönlichkeit (für mich) auch, Rückgrat zu haben, zu beweisen und es auch zu leben. Dazu gehören Courage und Konsequenz, aber auch konstruktive Kritik und aufrichtiges Lob. Dazu gehört auch, beides annehmen zu können und natürlich, beides abgeben zu können. Aus diesen Aspekten erwächst Souveränität.

    Positionierung ist deshalb für mich eine eindeutige Kommunikation meiner inneren Wahrheit, meiner unzweifelhaften Überzeugung. Bislang galt Positionierung als strategisches Kalkül, um Bedürfnisse zu wecken, aufrecht zu erhalten – oder auch niederzuhalten. Meine Positionierung ist deshalb PRO MENSCH.

  19. Jutta

    Ich möchte nochmal das aufgreifen, was Heide von der Verheiratung gesagt hat. Nehmen wir mal das Produkt Webdesign. Hunderte, wenn nicht noch mehr, die das anbieten, Hunderte die im Grunde das Gleiche machen. Unterschiede ergeben nur dann nur noch aus der Persönlichkeit – was gerade bei den gestaltenden Berufen sehr deutlich wird.

    *Wie* ich ein Thema angehe, *wie* ich es umsetze ist, neben allem technischen Wissen, immer auch Ausdruck meiner Persönlichkeit. Die Designs, die ich erstelle und das war bei den Architektur-Entwürfen nicht anders, tragen meine Handschrift. Das was ich an Produkt anbiete ist durch meine Persönlichkeit gefärbt und erst hierdurch ergibt sich eine Angebotsvielfalt und Unterscheidung zu anderen. Das Gute daran – es kann immer motivieren in seinen eigenen Leistungen voranzukommen, statt gegeneinander miteinander arbeiten.

    Darüberhinaus: Wenn ich zwei Anbieter habe, die das Gleiche verkaufen möchten, zu wem würde man wohl eher gehen? Zu einer unbekannten Person oder zu jemanden, den man kennt oder zumindest glaubt zu kennen? Wohl eher letzeres und daher finde ich es wichtig als Persönlichkeit aus der Masse aufzutauchen, ein (authentisches) Bild von sich abzugeben, damit man, von denen, die das anspricht, erkannt werden kann. Flagge zeigen.

    Das allerdings setzt auch voraus, dass ich mir bewusst bin, dass nicht alle mich und das was ich mache, mögen werden. Muss man dann auch akzeptieren können.

    Eine Einzigartigkeit in der Sache wäre Märkte zu finden, die noch nicht besetzt sind, wenn ich also z.B. in Sachen Webdienstleistungen ein Angebot als Mischung aus günstigen Webseitentemplates und anschließender Individualisierung anbieten kann oder mir sonstwie was einfallen sollte, wo die Konkurrenz noch nicht so groß ist.

  20. Rausch

    Super Post, macht immer Spass hier mitzulesen :)

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